Bessere Noten: Mit der Pomodoro-Technik auf das nächste Level!

Pomodoro

Hast du Schwierigkeiten regelmäßig und vor allem rechtzeitig für deine Klausuren zu lernen? Dann wird dir diese Arbeitsmethode weiterhelfen.

Die Pomodoro-Technik hat drei Vorteile:

  1. Du wirst produktiver.
  2. Es wird dir leichter fallen anzufangen.
  3. Du wirst mehr vom Lernstoff behalten können.

Dank Francesco Cirillo – der Erfinder dieser Technik – konnte ich mir tägliches Lernen angewöhnen. Er nannte sie Pomodoro, weil er eine Küchenuhr als Timer benutzt hat, die wie eine Tomate aussah.

Bevor ich diese Methode kennen gelernt hatte, habe ich die typische Vor- und Nachbereitung meiner Materialien gemacht. Das hat mich täglich 4 Stunden gekostet. Als ich auf Pomodoro umgestiegen bin, habe ich jeden Tag insgesamt 2 Stunden investiert. Komischerweise habe ich in diesen 2 Stunden mehr erledigt als zuvor und gleichzeitig mehr behalten.

Wie viel Zeit man investiert, sagt nicht aus, wie produktiv man wirklich ist.

So funktioniert die Pomodoro-Technik:

  1. Schreib alle Aufgaben auf eine To-Do-List.
  2. Beseitige alle Ablenkungen.
  3. Leg dir einen Block zur Seite, um abschweifende Gedanken wegzuschreiben.
  4. Stell einen Timer auf 25 Minuten.
  5. Beginne mit deiner Arbeitseinheit.
  6. Nach Ablauf des Timers, machst du eine Pause von 5 Minuten.

Eine solche Arbeitseinheit nennt man auch „Pomodori“. 

Danach beginnst du wieder mit einer neuen Pomodori und arbeitest so lange wie notwendig. Nach 4 Pomodori solltest du eine größere Pause von mindestens 30 Minuten einlegen.

Pomodori

Level UpEine Pomodori lässt sich gut als Einheit nutzen, um die eigene Produktivität zu messen: Erledigst du diese Woche mehr Pomodori pro Tag, als letzte Woche, dann bist du produktiver geworden. Aber wieso macht Pomodoro an sich produktiver?

1. Während eines Intervalls werden Ablenkungen ausgeschaltet.

Wenn ich nicht in Intervallen arbeite, schweife ich ab. Nach kurzer Zeit recherchiere ich mit 10 offenen Tabs im Browser, lande irgendwann bei Youtube und schaue Let’s Plays.

2. Man arbeitet effizient.

Je länger eine Arbeitseinheit dauert, desto mehr nimmt die Konzentration ab. Marty Lobdell, erklärt hier, dass die Effizienz nach 30 Minuten enorm absinkt. Lädst du deine Batterie mit einer kurzen Pause auf, kannst du deine nächste Arbeitseinheit wieder konzentriert starten.

3. Die Pause ermöglicht, die Informationen besser abzuspeichern. Interferenz(Überlagerungen) wird vermieden.

Wenn Informationen sich sehr ähnlich sind, kann es zu dazu kommen, dass sie sich ersetzen (es entsteht eine Interferenz). Das Kurzzeitgedächtnis kann nur eine gewisse Anzahl an Informationen auf einmal aufnehmen, bevor es ins Langzeitgedächtnis transportiert wird. Kommen neue Informationen hinzu, bevor alte abgespeichert wurden, ersetzen sie diese.

Interferenz

Man kann sich das vorstellen wie ein volles Bücherregal: Stellt man weitere Bücher auf der einen Seite drauf, fallen auf der anderen welche raus.

4. Man arbeitet regelmäßig.

Wer mit einem großen Zeitblock arbeitet, verbindet die Lernzeit oft mit Qualen, schmerzenden Sitzfleisch, Einsamkeit und endloser Leere. Eine vereinfachte Routine lässt sich hingegen leichter angewöhnen.

5. Man entwickelt ein besseres Zeitgefühl.

25 Minuten sind überschaubar. Anhand deiner To-Do-List kannst du gut erkennen wie viel du in einer Pomodori erledigen kannst. Wie viele Seiten hast du gelesen? Wie viel exerpiert? Kannst du dich noch steigern oder kostet das Verständnis?

Wieso fällt es mit Pomodoro leicht anzufangen?

Stell dir vor du musst dich gleich 2 Stunden lang, hinter wissenschaftliche Lektüre klemmen. Unangenehmer Gedanke nicht wahr? Und jetzt stell dir vor, du musst nur 25 Minuten arbeiten, bis du eine Pause machen darfst. Das fühlt sich schon leichter an.

Es ist einfach, einen Timer anzumachen und anzufangen. Vor allem, weil ein Intervall so kurz ist. Aber es ist schwer anzufangen ohne das Ende zu kennen. Dadurch fühlt sich der Lernstoff viel größer an. Stell dir vor du würdest ein Marathon laufen. Dann wäre es unsinnig andauernd an die Ziellienie zu denken. Das erzeugt Druck und die Arbeit kommt einem vor wie eine Last.

Stattdessen solltest du nur an den nächsten Schritt denken.

„Jetzt schreibe ich die To-Do-List.“

„Jetzt starte ich den Timer.“

Usw.

Pomodori

Außerdem ist die nächste Pause nicht weit entfernt. Sie gilt als Belohnung für die getane Arbeit. Du kannst dich in dieser Pause auch aktiv belohnen. Mach dir einen leckeren Cappuccino, genieße etwas Musik, oder iss ein wenig Obst. Belohnungen sind wichtig um Gewohnheiten zu entwickeln.

Wieso kann man mit dieser Technik mehr behalten?

Gewöhnt man sich erst an täglich zu arbeiten, lernt man den Stoff über längere Zeit verteilt, statt kurz vor der Klausur. Dadurch entstehen weniger Überlagerungen zwischen gleichem Inhalt und es bleibt mehr hängen.

Tips:

#1 Pomodoro

#2

Ich habe damals immer eine Pomodori pro klausurrelevantes Fach investiert.

Wenn ich also 6 Klausuren schreibe, würde ich 6 Pomodori am Tag – jeden Tag – erledigen. Bei 4 Klausuren, 4 Pomodori usw.

Auf diese Art habe ich mich jeden Tag, mit allen klausurrelevanten Fächern beschäftigt und hatte dadurch Abwechslung zwischen den einzelnen Intervallen.

#3

Einigen fällt es besonders schwer sich zu konzentrieren: Falls du die 25 Minuten Intervalle ausprobiert hast und dennoch zu oft abschweifst, solltest du die Intervalle auf 15 Minuten kürzen.

 

Was denkst du darüber?

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