Warum ich lieber unproduktiv wäre und die Wahrheit keiner hören will.

unproduktiv

Am liebsten würden wir unsere Ziele ohne Aufwand erreichen. In der Villa wohnen, Champagner trinken. Deswegen sucht der Kluge nach Abkürzungen und aus diesem Grund lassen sich Abkürzungen auch gut verkaufen. Sie sind die bunte, süße Eiscreme. Regelmäßige Arbeit hingegen der fade Brokkoli.

Als ich mir die Frage stellte: „Was will der Leser?“ fiel mir auf, dass es sicher nicht Produktivität ist. Denn wer will schon regelmäßig an seinem Ziel arbeiten? Außer es ist die Tätigkeit an Sich, die Freude bereitet. Doch nicht jeder hat ein solches Ziel.

Aber auch wenn einem die Tätigkeit anfangs Freude bereitet, kann diese verfliegen und es kann schwer fallen täglich am Ball zu bleiben. Am liebsten würde man sein Ziel also möglichst sofort erreichen und die Lorbeeren ernten.

Will jemand Erfolg verkaufen, so sollte er einen möglichst schnellen Weg vorschlagen. Denn danach verlangt die breite Masse und mir geht es nicht anders. Am liebsten würde ich den anstrengenden Aufgaben aus dem Weg gehen und bei einer Runde League „entspannen“.

unproduktiv

Also verbrachte ich viel Zeit damit nach Abkürzungen zu suchen.

„Sixpack Shortcut“

„Weniger Arbeiten, mehr erreichen“

Titel die viel versprechen und wenig einhalten. Erst nachdem ich alternative Abkürzungen ausschließen musste (wenn man „verschwendete Zeit“ optimistisch betrachten will), habe ich die bittere Pille geschluckt: Ohne regelmäßiger Arbeit geht nix.

Hustle, hustle, hustle!

Gary Vaynerchuck hat dabei eine wichtige Rolle gespielt. Als CEO von mehreren Unternehmen ist ihm klar, wie wichtig harte Arbeit ist.

Eines seiner Lieblingswörter ist „Hustle“, welches man mit „beeilen“ oder „schnell handeln“ übersetzen könnte.

Trotzdem verschwenden viele ihre Zeit damit, nach Abkürzungen zu suchen, obwohl man bereits weiß was zu tun ist: Schreib das Buch; produzier den Song; zeichne das Bild; halt dich an den Trainingsplan.

Erfolg über Nacht

Es gibt keinen Erfolg über Nacht. So etwas existiert nicht. Nicht einmal die Kardashians sind über Nacht erfolgreich geworden.

Könnte es jede Frau schaffen, so schnell reich zu werden wie Kim Kardashian? Nein, denn die wenigsten wären bereit so viel aufzuopfern. Weder Zeit noch Reputation.

In diesem Beitrag hat Cracked.com wundervoll die pro und contra-Argumente über Kim Kardashians Intelligenz zusammengebracht.

Indeed, the conventional wisdom about Kim is that she’s been a pretty savvy businesswoman, who’s managed to parlay her dubious, ass-based claim to fame into a massive, not entirely ass-based empire

Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, ob ihre „Methoden“ gut oder schlecht sind. Doch eins ist klar: Ihr „Erfolg“ ist nicht über Nacht gekommen.

Ebenfalls ist nicht klar, ob Intelligenz unbedingt notwendig ist, aber mir steht auch nicht zu, über ihre Intelligenz zu urteilen. Denn ich habe keine Ahnung, ob ihrer scheinbar dummen Handlungen, eine intelligente Intention vorausging. Marketing besteht zu großem Teil aus strategischen Handlungen und einige davon können dumm wirken. So wie die zeitlich angepasste Veröffentlichung ihres Sex-Tapes.

Sie hatten Glück

Es ist die Arbeit, die erfolgreiche Menschen gemeinsam haben. Wer viel Geld mit Wertpapieren verdient, hat nicht einfach nur Glück. Mit Geld umzugehen ist ein Skill den man mit Arbeit verbessern kann.

If we divided all the money in the world equally, in a short time the rich would be rich again, and the poor would be poor.“

– Robert Anthony

„Ein e-Sportler der Hunderttausende verdient? Was ein Glück der hat!“ Wir benutzen gerne solche Ausreden. Nun kann ich nicht beurteilen wie viel Glück einer Person zugefallen ist. Doch wenn man die e-Sportler bei ihrem täglichen Training beobachtet, fällt es mir schwer zu glauben, dass sie ihren Erfolg allein ihrem Glück zu verdanken haben.

E-Sportler, eSportler…e-Sportler? Egal…elektronische Sportsfreunde haben kein Glück. Der e-Sport ist ein Grind und man muss dafür viel aufgeben. Daher sollte man auch die Kehrseite der Medaille betrachten. Einigen e-Sportlern ist es sogar VERBOTEN eine Freundin zu haben.

Glück oder Schicksal?

Es ist nicht einfach Glück zu beschreiben. Ich will auch nicht behaupten, dass meine Betrachtungsweise von Glück und Schicksal die einzig richtige ist. Und da man gut über Philosophie diskutieren kann, will ich dich darum bitten mir deine Meinung zu diesem Thema, in den Kommentaren zu schreiben.

Vor kurzem ist in meiner Email-Inbox ein Newsletter mit einem Web-Development-Online-Kurs aufgetaucht. Dieser Kurs beinhaltet genau die Fähigkeiten, die ich derzeit benötige um ein Minimum Viable Product für ein Projekt zu programmieren.

Auf Anhieb dachte ich: „Was ein Glück!“. Doch wäre mir dieser Kurs überhaupt begegnet, hätte ich mich in letzter Zeit nicht mit dem Thema beschäftigt? Hätte ich den Newsletter nicht abonniert, den Blog nie aufgebaut, dann wäre mir dieser passende Kurs nie begegnet. War das nun Schicksal oder Glück?

Meiner Meinung nach ist Glück, ein positiv wahrgenommenes Schicksal. Also ein positiv wahrgenommenes Ereignis, welches eintreffen MUSSTE und sich unserer Kontrolle entzieht.

Soll heißen: Alles was davor passiert ist, hat dazu geführt, wir haben es nicht unter Kontrolle und es hätte nie anders sein können.

Auf Schicksal haben wir keinen direkten Einfluss. Denn viele Ereignisse, welche die Ausgangssituation beeinflussen, entziehen sich unserer Kontrolle, wie z.B: Naturkatastrophen, Reflexe, Handlungen anderer Menschen, Wärme, Luftdruck.

Das Problem mit Glück ist, dass meiner Meinung nach nur wenige Glück richtig interpretieren. Sie glauben das jemand aufgrund von Glück erfolgreich wurde und nutzen Glück als Ausrede, um selbst nicht aktiv zu werden. Dabei schließen sie die andere Hälfte der Gleichung aus: Den Teil auf den wir Einfluss haben.

Sie wissen oft nicht was diese Person alles getan hat, um sich in die Position zu bringen und interpretieren es somit als Glück. Diese Betrachtungsweise erspart Aufwand. Denn das ganze Bild zu betrachten ist anstrengend.

Was ich mit dem ganzen sagen will:

Statt also auf Glück zu hoffen, welches wir sowieso nicht beeinflussen können, sollte man sich auf den anderen Teil konzentrieren und proaktiv handeln. 

The adjective proactive can describe a person who get things done. If you are proactive, you make things happen, instead of waiting for them to happen to you.

Wir können das Schicksal in die richtige Richtung lenken. Es entzieht sich nur teilweise unserer Kontrolle.

Daß mir der Online Kurs begegnet ist, war also nur teilweise Glück, aber ganz Schicksal. Ganz Schicksal, weil ich den Kurs nie hätte nicht finden können(Es gab also keine Alternative als ihn zu finden). Alle Handlungen die vorausgingen haben mich in diese Richtung gelenkt. Mein Unterbewusstsein hat sich womöglich sogar darauf eingestellt, nach solch einem Kurs Ausschau zu halten. Solche „glücklichen“ Ereignisse werden sich häufen, sobald man sich in die richtige Position begibt. 

Warum will keiner die Wahrheit hören?

Aber das Bett ist so bequem!

Aber das Bett ist so bequem!

Weil man aus der Komfort Zone raus muss.

Weil es Veränderung bedeutet.

Weil es notwendig ist seinen Stolz abzustellen und zu akzeptieren, dass Veränderung notwendig ist.

Weil man für seine Ziele andere Dinge zurückstellen muss. (Die Betonung liegt auf zurückstellen. Du musst dich nicht für die eine oder andere Sache entscheiden. Erledige erst das wichtigste, danach kannst du tun was du willst.)

Weil Veränderung mit Kritik einhergeht:

„Your drunk friends do not want you to get sober. Your fat friends do not want you to start a fitness regimen. Your jobless friends do not want to see you embark on a career.“

– David Wong

Wir beide teilen das gleiche Ziel: Wir wollen unsere Ziele erreichen. Meine Arbeit soll dir dabei helfen.

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Was auf Cabookery zukommt

  • Cabookery zieht um und wird umbenannt, weil es ursprünglich ein Name für ein anderes Projekt war.
  • Ich schreibe derzeit an einem Buch, welches eine Anleitung ist, um sich die tägliche Arbeit an seinen Zielen anzugewöhnen. Dieses befindet sich in Phase 2: Korrektur und wird bald veröffentlicht.
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2 Antworten

  1. Also ich finde das man sich das Glück erarbeiten kann. Wie du es ja auch gemacht hast. Hättest du dich nicht mit dem Thema beschäftigt, den Newsletter nicht bestellt usw. dann hättest du von dem Kurs nie erfahren. Von dem her war es Arbeit die du investiert hast. Und diese Arbeit bescherte dir Glück :)

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